Qualifikationssuche

DQR/EQR-Niveau 6

Qualifikation: Agrarbetriebswirt (Staatlich geprüfter) Fachrichtung Hauswirtschaft/Agrarbetriebswirtin (Staatlich geprüfte) Fachrichtung Hauswirtschaft

Qualifikationstyp: Fachschule (Landesrechtlich geregelte berufliche Weiterbildungen)

Um was für einen Qualifikationstyp handelt es sich?

Bei dieser Qualifikation handelt es sich um eine landesrechtlich geregelte berufliche Weiterbildung an Fachschulen. Die Fachschulen sind Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung und vermitteln in unterschiedlichen Organisationsformen (Vollzeit- oder Teilzeitform) nach Landesrecht staatlich anerkannte Berufsabschlüsse. Sie qualifizieren für die Übernahme von gehobener Facharbeit und für Führungs- und Managementaufgaben in mittleren und gehobenen Funktionsbereichen, die gleichzeitig wissenschaftsorientiert und praxisbetont sind. Die Lehrpläne bauen auf den Kenntnissen und Fähigkeiten der beruflichen Erstausbildung sowie den Erfahrungen mehrjähriger beruflicher Tätigkeit auf und orientieren sich eng an der betrieblichen Praxis und den aktuellen fachwissenschaftlichen Bezugsdisziplinen. Die Weiterbildungsdauer beträgt 2 oder 3 Jahre (in Teilzeitform entsprechend länger).

Die Absolventen/innen verfügen über Kompetenzen zur Planung, Bearbeitung und Auswertung von umfassenden fachlichen Aufgaben- und Problemstellungen sowie zur eigenverantwortlichen Steuerung von Prozessen in Teilbereichen eines wissenschaftlichen Faches oder in einem beruflichen Tätigkeitsfeld. Sie sind in der Lage, das eigene Handeln zu reflektieren, Führungsaufgaben zu übernehmen und eine berufliche Selbständigkeit zu ergreifen.


Welche Lernergebnisse werden erreicht?

Verfügen über ökonomische Urteilsfähigkeit auf der Basis breiter und integrierter agrarwirtschaftstheoretischer, agrarwirtschaftspraktischer, rechtlicher und gesellschaftspolitischer Kenntnisse und Fertigkeiten
Besitzen eines vertieften Verständnisses marktorientierten Entscheidens und Handelns
Planen, Organisieren und Koordinieren der marktkonformen und nachhaltigen Erzeugung qualitativ hochwertiger Produkte
Gestalten und Überprüfen von Produktions- und Verfahrensabläufen unter qualitätssichernden Aspekten auf der Grundlage umfangreichen, anwendungsorientierten und agrarwirtschaftlichen Wissens
Anwenden vertiefter Kenntnisse von nationalen und internationalen rechtlichen Vorschriften, die für die Bewältigung agrarwirtschaftlicher und betrieblicher Aufgaben relevant sind
Entwickeln von Perspektiven für eine erfolgreiche Unternehmensstrategie unter Beachtung regional- und betriebsspezifischer Schwerpunkte
Operatives Leiten und Führen in betrieblichen Funktionsbereichen wie Marketing, Beschaffung, Leistungserstellung, Controlling, Finanzierung oder Personalwesen
Markt- und kundenorientiertes Erledigen von Managementaufgaben auf der mittleren Führungsebene
Souveränes Anwenden von Methoden der Projektplanung, -durchführung und -kontrolle
Situationsadäquates Einsetzen von Fremdsprachenkenntnissen
Vorausschauendes und verantwortliches Abwägen und Treffen von Entscheidungen
Anwenden von Konfliktmanagementmethoden
Beurteilen und Führen von Menschen
Vertieftes Verstehen von Gruppenstrukturen und positives Beeinflussen und Leiten von Gruppen
Kooperatives und kommunikatives Verhalten im Team und im Umgang mit Kunden
Übernehmen von unternehmerischer und sozialer Verantwortung
Berufsethisches sowie ökonomisch und ökologisch bewusstes Handeln im Kontext nachhaltiger Entwicklung


Welche zuständige Stelle vergibt die Qualifikationsbescheinigung?

Öffentliche oder staatlich anerkannte berufliche Schule


Was sind die Zugangsvoraussetzungen?

Für die Fachbereiche Agrarwirtschaft, Gestaltung, Technik und Wirtschaft:

Abschluss einer anerkannten einschlägigen Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz bzw. Handwerksordnung oder den Bestimmungen der Länder und eine einjährige entsprechende Berufstätigkeit

oder

Abschluss der Berufsschule oder einen gleichwertigen Bildungsstand und eine einschlägige Berufstätigkeit von mindestens 5 Jahren.

Für den Fachbereich Sozialwesen (Staatlich anerkannter Erzieher und Staatlich anerkannte Erzieherin bzw. Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger und Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin):

Mittlerer Schulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss und Abschluss einer einschlägigen Berufsausbildung oder eine als gleichwertig anerkannten Qualifizierung nach den Bestimmungen der Länder.

Für den Fachbereich Sozialwesen (Staatlich anerkannter Heilpädagoge und Staatlich anerkannte Heilpädagogin):

Mindestens einjährige hauptberufliche praktische Tätigkeit in sozial- oder sonderpädagogischen Einrichtungen als „Staatlich anerkannter Erzieher und Staatlich anerkannte Erzieherin“, „Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger und Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegehelferin“ oder mit einer im Lande als gleichwertig anerkannte Qualifikation.


Wie wird die Qualifikation erworben?

Durch das Bestehen einer staatlichen Abschlussprüfung,
nach Absolvieren der Ausbildung im Rahmen des vorgegebenen Lehrplans an einer Fachschule/Fachakademie oder
nach Zulassung als Nichtschüler und Nichtschülerin durch die Schulaufsichtsbehörde des Landes.


Welche Anschlussmöglichkeiten gibt es?

Allgemeiner Hochschulzugang (entsprechend dem Hochschulgesetz des Landes)